Wechselwirkungen sind nicht lustig: Plakataktion der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt

Patienten, die mehrere Arzneimittel einnehmen, sollten diese auf einer Liste für einen Kontroll-Abgleich durch die Apotheke notieren

[Magdeburger Kurier, 24.02.2012] Wer weiß schon, dass man bestimmte Arzneimittel nicht zeitgleich mit Mineralstoffpräparaten anwenden sollte, dass Johanniskraut-Zubereitungen die Wirkungen einiger Pharmaka abschwächen können oder dass Milchprodukte viele Antibiotika „an die Kette legen“ und sie damit ihrer Wirkung berauben? Deshalb empfehlen die Apotheker des Landes Sachsen-Anhalt, sich bei Fragen rund um die Medikation vertrauensvoll an die Apotheke in der Nähe zu wenden:
Sie könnten mit EDV-Unterstützung prüfen, ob sich die verordneten und die selbst gekauften Arzneimittel miteinander vertragen. Daher sollte das Fachpersonal in den Apotheken auch zielgerichtet und lieber einmal mehr als zu wenig gefragt werden, wirbt Dr. Jens-Andreas Münch, Präsident der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt.

Abbildung: Apothekerkammer Sachsen-Anhalt

Abbildung: Apothekerkammer Sachsen-Anhalt

Patienten sollen für das Thema Wechselwirkungen interessiert werden.

Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, startet die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt jetzt eine Aufklärungsaktion unter dem Motto „Wechselwirkungen sind nicht lustig“. Mit Plakaten und Postkarten wollten sie ihre Patienten für das Thema Wechselwirkungen interessieren. Gerade Patienten, die erstmalig ein bestimmtes Arzneimittel anwenden, sollten sich in der Apotheke darüber informieren, worauf dabei zu achten ist, erklärt Dr. Münch. Auch pflanzliche Medikamente könnten die Wirkung anderer Mittel beeinflussen. Patienten, die mehrere Arzneimittel einnehmen, sollten diese auf einer Liste notieren. Eine solche Aufstellung könne jede Apotheke schnell überprüfen, so der Kammerpräsident.
Medikamente werden nach Angaben der Kammer am besten mit stillem Wasser eingenommen – und nicht mit einem Schluck Kaffee oder sogar Bier. Außerdem raten Apotheker davon ab, Medikamente mit Grapefruitsaft oder Milch einzunehmen, da diese auf verschiedene Arten die Wirkungsweise beeinflussten. Neben diesen allgemeinen Tipps gebe es zu vielen Medikamenten ganz spezielle Einnahmehinweise.

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