Vortragsreihe zur Einstimmung auf die Landesausstellung 2012

Vortrag am 10. Mai 2012 im Kulturhistorischen Museum Magdeburg beleuchtet die Unterschiede des Kaisertums in Ost und West

[Magdeburger Kurier, 08.05.2012] Rund vier Monate vor Beginn der Landesausstellung Sachsen-Anhalt „Otto der Große und das Römische Reich“ werden die Museumsbesucher auf das Großereignis eingestimmt:
Mit metergroßen Bannern, die das markante Ausstellungsmotiv und den berühmten Magdeburger Reiter zeigen, der Otto den Großen darstellt, startet das Kulturhistorische Museum Magdeburg den Countdown für die Landesausstellung, die dort vom 28. August bis zum 9. Dezember 2012 gezeigt wird.
Inhaltlich einstimmen können sich Interessierte im Rahmen einer Vortragsreihe, die am 10. Mai 2012 mit dem Vortrag „Byzanz und das Abendland“ startet und die Unterschiede des Kaisertums in Ost und West beleuchtet. Die wechselseitige Beziehung zwischen dem Kaisertum in Ost und West wird auch in der Landesausstellung in den Blick genommen. Neben kostbaren Exponaten zum Kaisertum aus dem antiken Rom und dem frühen Mittelalter werden auch solche aus dem byzantinischen Reich gezeigt.

Foto: Pressebüro Landesausstellung Sachsen-Anhalt 2012 c/o projekt2508 Gruppe, Bonn

Foto: Pressebüro Landesausstellung Sachsen-Anhalt 2012 c/o projekt2508 Gruppe, Bonn

Metergroße Banner zeigen das markante Ausstellungsmotiv und den berühmten Magdeburger Reiter, der Otto den Großen darstellt

Am kommenden Donnerstag um 19 Uhr spricht der renommierte Byzantinist Prof. Dr. Ralph-Johannes Lilie von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften über „Byzanz und das Abendland“. Der Vortrag findet im „Kaiser-Otto-Saal“ des Kulturhistorischen Museums Magdeburg statt. Der Eintritt ist frei. Dabei wird Professor Lilie das Kaisertum des Westens dem des Ostens gegenüberstellen und erläutern, wie sich die wechselseitigen Kontakte gestalteten. Das oströmische Reich mit seiner Hauptstadt Byzanz, dem heutigen Istanbul, galt im frühen Mittelalter als Inbegriff von Reichtum und Luxus. Die byzantinischen Kaiser sahen sich durch ihre ungebrochene Weiterführung des Kaisertums als die einzig rechtmäßigen Nachfolger der antiken römischen Kaiser, wohingegen die Kaiser des Westens von ihnen stets als unrechtmäßige Nachfolger gesehen wurden. Beide Reiche entwickelten eine eigene Kultur, die sich jedoch immer wieder gegenseitig beeinflusste.

Weitere Vorträge in der Reihe finden statt am:

  • 7. Juni 2012, 19 Uhr: „Vom Kaiser der Franken zum Kaiser der Römer. Die Präsentation der westlichen Imperatoren in ihren Urkunden (9. und 10. Jh.)“, Prof. Dr. Wolfgang Huschner (Universität Leipzig)
  • 6. September 2012, 19 Uhr: „Die Reichskrone. Gestalt, Bedeutung und Tradition eines berühmten Herrschaftszeichens“, Dr. Franz Kirchweger (Kunsthistorisches Museum Wien)

Weitere Informationen zum Thema:

Otto der Große und das Römische Reich
KAISERTUM von der Antike zum Mittelalter

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