Trend zum natürlichen Färben: Ostereierfarben aus der Apotheke

Apothekerkammer Sachsen-Anhalt gibt Ratschläge

[Magdeburger Kurier, 23.03.2012] Der Trend zur Natürlichkeit ist offenbar auch beim Eierfärben angekommen – hierzu bieten die Apotheken gesunde Farbalternativen für die zarten Eierschalen.
Sie hätten für jede gängige Farbe Tee, Saft oder Pulver zur Verfügung. So zauberten beispielsweise Birkenblätter und Kamillenblüten einen hellgelben, Mateblätter einen lindgrünen, getrocknete Heidelbeeren einen violetten und gepulverte Walnussschalen einen braunen Farbton auf die Eier, zählt Dr. Jens-Andreas Münch, Präsident der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt einige seiner Apotheken-Farbtöne auf.
Ein großer Vorteil dieser natürlichen Farben liegt darin, allergische Reaktionen zu minimieren. Heutzutage leiden immer mehr Patienten an Nahrungsunverträglichkeiten, die auch durch künstliche Farbzusätze hervorgerufen werden. Diese sogenannten „Pseudoallergien“ zeigen sich mit Hautrötungen, Nesselsucht oder Asthmaanfällen. Die für Eierfarben häufig genutzten Azofarbstoffe seien für diese Reaktionen bekannt. Sie empfehlen daher den Rote-Beete-Saft als unbedenkliche Alternative aus der Apotheke, wirbt der Präsident für die gesunde Alternative. Mit jeweils einem Teelöffel pro Liter lasse beispielweise Alaun die Farben leuchten und Kaliumcarbonat verstärke die Gelbtöne, so seine weiteren Empfehlungen.

Tipps zum natürlichen Färben:
Die Pflanzenteile (Teeblätter oder Früchte) am besten über Nacht einweichen, dann zehn Minuten auskochen und abfiltrieren. Die Eier zehn Minuten in dem klaren Extrakt kochen. Die Farben werden intensiver, je länger die Eier in dem Farbwasser liegen. Vorab sollten die Eier immer gründlich mit Essigwasser gereinigt werden, damit sie die Farbe besser annehmen. Eier von freilaufenden Hühnern haben dickere und kräftigere Schalen. Sie eignen sich besser zum Färben und Basteln.

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