Persönlichkeiten der Stadt Magdeburg

Ein Blick in die Geschichte lohnt sich

[Magdeburger Kurier, 20.07.2012] Magdeburg, zweitgrößte Stadt Sachsen-Anhalts, hat einiges zu bieten. Touristische Highlights sind der Magdeburger Dom, das älteste gotische Bauwerk Deutschlands, die Grüne Zitadelle, erbaut von Friedensreich Hundertwasser (1928-2000), und der Elbauenpark, der zur 25. Bundesgartenschau 1999 eröffnet wurde. Shopping-Begeisterte finden im Allee Center und im City Carré sicher das Gewünschte. Nähere Informationen finden Sie hier.
Neben diesen Sehenswürdigkeiten lohnt auch auch der Blick auf die Geschichte der Stadt. Denn es gab einige bekannte „Söhne und Töchter“ der Stadt, die weltberühmt wurden.

Zu nennen wäre Otto von Guericke (1602-1686). Er war Physiker, Erfinder und Politiker. Nachdem er Jura in Jena studierte, wurde er 1626 in den Stadtrat von Magdeburg gewählt, worauf 1646 die Ernennung zum Bürgermeister von Magdeburg folgte.
Trotz seiner politischen Tätigkeit, die mit der Teilnahme an den Verhandlungen des Westfälischen Friedens 1648, ihren Höhepunkt fand, nahm er sich Zeit, um seiner Leidenschaft der Physik nachzukommen. Seine Forschungen gipfelten 1649 in der Entwicklung der Vakuumtechnik, bei der er zu wichtigen Erkenntnissen durch die Erfindung der Kolbenvakuumsluftpumpe kam. Er konnte nachweisen, dass Licht den luftleeren Raum durchdringt, Schall jedoch nicht.
Weiterhin gilt Guericke als einer der Wegbereiter der Meteorologie. Durch seine Idee ein Barometer zur Wettervorhersage zu nutzen, leistete er wichtige Grundlagenforschung auf diesem Gebiet.
Nach Ausbruch der Pest 1681 in Magdeburg, siedelte Guericke nach Hamburg über, wo er 1686 verstarb. Heute ist die Universität Magbeburg nach ihm benannt.

Eine weitere bedeutende Persönlichkeit war Richard Oelze (1900-1980). Nach seiner Ausbildung zum Lithographen an der Kunstgewerbeschule Magdeburg zwischen 1914 und 1918, studierte Oelze von 1921 bis 1925 am Bauhaus in Weimar, wo er 1929 einen Lehrauftrag erhielt. In den Jahren 1932 bis 1936 weilte Oelze in Paris, wo er unter anderem den spanischen Surrealisten Salvadore Dali (1904-1989) kennenlernte. In dieser Zeit entstand auch sein bedeutendstes Werk: Die Erwartung (1935/1936). Das Bild zeigt eine Gruppe von Leuten, die mit dem Rücken zum Betrachter in eine leere Landschaft starrt. Olzes „Die Erwartung“ wurde unter anderem in New York, London und Paris ausgestellt.

Auch im sportlichen Bereich sind einige Magdeburger sehr erfolgreich gewesen. Der Kanute Rolf-Dieter Amend, geboren am 21. März 1949, gewann 1972 bei den Olympischen Spielen in München im Zweier-Canadier Gold. Zurzeit ist er erfolgreicher Kanu-Trainer und wurde 2008 vom Deutschen Olympischer Sportbund mit dem Preis „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet.
Die am 15. Februar 1947 in Magdeburg geborene Dagmar Käsling wurde ebenfalls Olympiasiegern. Mit der 4-400-Meter-Staffel gewann sie 1972 bei Olympia in damaliger Rekordzeit (3:22,95min.) die goldene Medaille. Zurzeit ist Käsling Dozentin an der Universität Magdeburg in den Bereichen Trainingswissenschaft und Leichtathletik tätig.

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