One Day for Japan: 370 Mitarbeiter verzichten auf den Lohn für einen Arbeitstag

Mitarbeiter der Schiess GmbH Aschersleben spenden für Hilfsprojekt in Japan

[Magdeburger Kurier, 31.07.2011] Die Schiess GmbH in Sachsen-Anhalt unterstützt nach der Naturkatastrophe in der Region nordöstlich von Tokio den Wiederaufbau eines Heims für Kinder und Jugendliche, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Die weltweite Aufmerksamkeit der Medien hat schon wenige Wochen nach der Katastrophe nachgelassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schiess GmbH haben darum die Aktion „one day for Japan“ ins Leben gerufen:
Die Spende geht an das durch den Malteser Hilfsdienst unterstützte und begleitete Kinderheim in der Stadt Ichinoseki nordöstlich von Tokio, das von dem Erdbeben der Stufe 9 auf der Richter-Skala und den Nachbeben stark beschädigt wurde. Die Aktion soll den Menschen in der Region sowie Freunden und Partnern in Japan zeigen, dass sie nicht vergessen sind.

Foto: Goldgruppe Berlin

Foto: Goldgruppe Berlin

Spende der Belegschaft und Unternehmensführung der Schiess GmbH: Scheckübergabe an den Malteser Hilfsdienst

Die gesamte Belegschaft verzichtet dafür auf den Lohn für einen Arbeitstag, die Unternehmensführung stockt den Betrag auf. Mit „one day for Japan“ setzt die Schiess GmbH zudem in Deutschland einen Impuls, wie Unternehmen und Belegschaften mit einem solidarischen Spendenmodell helfen können. Die Aktion soll daran erinnern, dass die Wiederaufbauarbeiten erst am Anfang stehen und – nach wie vor – Solidarität mit den Partnern und Freunden in Japan gefordert ist.
Das Erdbeben vom 11. März 2011 sei eine der schlimmsten Naturkatastrophen dieses Jahrhunderts. Auch eine hochentwickelte Industrienation wie Japan brauche da die Unterstützung und Solidarität ihrer Partner in der ganzen Welt. Mit der Aktion „one day for Japan“ wollten sie ein Zeichen gegen das Vergessen setzen, so Torsten Brumme, Geschäftsführer der Schiess GmbH.
Die Spende der Schiess GmbH sei ein wichtiger Beitrag zu den umfangreichen Wiederaufbau- und Renovierungsmaßnahmen des Kinderheims. Für die Kinder und die Heimleiterin Schwester Caelina sei diese Hilfe ein Zeichen der Anteilnahme. Sie unterstütze die Arbeit der Thuiner Franziskanerinnen, die mit dem Heim Kindern und Jugendlichen eine Heimat und die Möglichkeit zur Ausbildung bieten, sagt Martin Schelenz, Diözesan-Geschäftsführer Malteser Hilfsdienst Magdeburg.
Aufgrund langjähriger Geschäftsbeziehungen zu ihren Partnern in Japan hätten viele ihrer Mitarbeiter eine persönliche Beziehung, erläutert Frank Seifert, Betriebsrats-Vorsitzender der Schiess GmbH. Sie nähmen großen Anteil an dem Schicksal der Menschen in Japan. Das Projekt „one day for Japan“ sei aus dem Bedürfnis entstanden, den Menschen vor Ort zu helfen.

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