Kunst- und Kulturpreis der Stadt Wernigerode für Porzellan-Designer Heidi & Jürgen Hütter

Kleinste Porzellanmanufaktur Europas mit dem „Kunstpreis 2011“ für jahrzehntelanges künstlerisches Schaffen ausgezeichnet

[Magdeburger Kurier, 18.06.2011] Die Sondersitzung des Wernigeröder Stadtrates am 16. Juni 2011 fand zu Ehren der Porzellan-Designer Heidi & Jürgen Hütter im Festsaal des Rathauses statt, um beide mit dem „Kunst- und Kulturpreis der Stadt Wernigerode“ für ihr jahrzehntelanges künstlerisches Schaffen auszuzeichnen:
Der Präsident des Stadtrates, Uwe-Friedrich Albrecht, eröffnete die Sitzung und lobte die Qualität des „echten Hütter-Porzellans“, während der Laudator Dr. Lothar Ameling die Werke des Ehepaares gar als „Poesie in Weiß“ bezeichnete.
Heidi und Jürgen Hütter hatten sich während ihres Studiums an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein kennen- und lieben gelernt. Zusammen gründeten sie nach ihrem Abschluss 1976 zuerst in Erfurt eine Manufaktur für Porzellan. Später zog es den gebürtigen Wernigeröder Jürgen Hütter wieder in seine Heimatstadt – dort errichteten sie in einer ehemaligen Fleischerei die „kleinste Porzellanmanufaktur Europas“.

Foto: Stadtverwaltung Wernigerode

Foto: Stadtverwaltung Wernigerode

v.l.n.r.: Oberbürgermeister Peter Gaffert, Porzellan-Designer Jürgen & Heidi Hütter, Stadtratspräsident Uwe-Friedrich Albrecht

In dieser gestalteten sie fortan in individueller Handarbeit und auf sehr künstlerische Weise erlesenes Porzellan. Dabei werden diese mit detaillierten, liebevoll angefertigten Porzellanapplikationen versehen oder per Hand mit kleinen dekorativen Elementen bemalt. Die verschiedenen Phasen, die das Porzellan in seiner Entstehung zu durchlaufen hat, von der Formgestaltung bis hin zur Bemalung, werden alle in ihrer Manufaktur durchgeführt.
Design und Herstellung von feinstem Porzellan sei ein hohes und seltenes Kulturgut, so Dr. Ameling, das unbedingt erhalten bleiben müsse, weshalb die Vergabe des „Kunstpreises 2011“ an das Ehepaar Hütter nur gerechtfertigt sei. Auch Oberbürgermeister Gaffert würdigte das künstlerische Schaffen von Heidi und Jürgen Hütter – wenn eine Stadt einen Preis vergibt, dann sei dies ein Ausdruck von Stolz. Der Dank des Oberbürgermeisters galt außerdem den Bürgern und Unternehmen der Stadt Wernigerode, da die Stadt sonst nicht in der Lage wäre diesen Preis zu verleihen. Der „Kunst- und Kulturpreis“ wird seit 1974 immer im Wechsel verliehen und ist mit 2.500 Euro die höchstdotierte Auszeichnung des Landes Sachsen-Anhalt.
Die beiden Gewinner freuten sich über diese Auszeichnung und öffentliche Anerkennung ihrer künstlerischen Leistungen. Mit dem Preisgeld möchte sich das Ehepaar Hütter einen neuen Elektroofen für seine Manufaktur anschaffen.

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