Biotechnikum zu Gast in Magdeburg

Erlebnis und Forschung zugleich

Ob Insulin, Grippeimpfung, Waschmittel oder Käse: Produkte der Biotechnologie begegnen uns fast überall im Alltag. Ganz selbstverständlich nutzen wir sie – meist ohne zu wissen, welch brillante Ideen und oft jahrelange wissenschaftliche Arbeit hinter diesen Entwicklungen stecken. Über die immense Bedeutung der Biotechnologie für unser tägliches Leben, biotechnologische Forschung und Anwendung sowie die vielen Berufschancen in diesem zukunftsweisenden Technologiefeld können sich Interessierte von Montag bis Mittwoch, 9. bis 11. Dezember, in Magdeburg informieren. Denn dann macht die Initiative „BIOTechnikum: Erlebnis Forschung – Gesundheit, Ernährung, Umwelt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf dem Schulhof der Integrierten Gesamtschule „Willy Brandt“ (Westring 30) Station. In der mobilen Erlebniswelt erhalten Besucherinnen und Besucher außergewöhnliche Einblicke in eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts.

„Biotechnologie zum Anfassen“ für Nachwuchsforscher

Im wahrsten Sinne des Wortes (be-)greifbar wird die Biotechnologie für die Schülerinnen und Schüler in biotechnologischen Praktika, in denen sie Laborluft schnuppern und in die Fußstapfen von Forschern treten können. Unter Anleitung der projektbegleitenden Wissenschaftler isolieren die Jugendlichen beispielsweise das Erbmaterial DNA oder kommen Proteinen in der Biotechnologie auf die Spur. Als „Einsteiger“, „Protein-Pioniere“, „Erbgut-Entdecker“ oder „Erbgut-Experten“ lüften die Nachwuchsforscher dabei unter anderem mithilfe von Milch und Enzymen das Geheimnis des Käsemachens, weisen die enzymatische Aktivität von Feinwaschmitteln nach, machen durch DNA-Extraktion aus Bakterien den „Faden des Lebens“ sichtbar oder erstellen einen genetischen Fingerabdruck mithilfe der Polymerase-Kettenreaktion.

Information, Interaktion und Dialog

Auch die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, das BIOTechnikum und die faszinierende Welt der Biotechnologie zu erkunden. Während des Programmpunkts „Offene Tür“ können sich alle Wissbegierigen am Dienstag von 16.00 bis 18.00 Uhr im BIOTechnikum umfassend informieren und mit den begleitenden Wissenschaftlern diskutieren. Auch individuelle Fragen beantworten die beiden erfahrenen Projektbegleiter gerne im persönlichen Gespräch.

Entdecken, Staunen, Verstehen auf mehr als 100 Quadratmetern       

Die mobile Erlebniswelt BIOTechnikum eröffnet auf zwei Stockwerken und mehr als 100 Quadratmetern Fläche faszinierende Einblicke in die Biotechnologie und damit in die kleinsten, uns verborgenen Vorgänge des Lebens. Wie kann die biotechnologische Forschung dazu beitragen, Therapien in Zukunft wirksamer zu machen? Wie können Lebensmittel unsere Gesundheit positiv beeinflussen? Oder: Welche Perspektiven stecken in der wirtschaftlichen Nutzung biologischer Rohstoffe? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Besucherinnen und Besucher im Erdgeschoss des BIOTechnikums anhand von Themendisplays, interaktiven Exponaten und Multimedia-Terminals. Dabei stehen Themen wie individualisierte oder regenerative Medizin, die Erforschung von Volkskrankheiten, Medizintechnik, weltweite Ernährungssicherheit oder die nachhaltige Agrarproduktion im Mittelpunkt der Ausstellung. Sie zeigen, welche Perspektiven die Biotechnologie für unsere Zukunft bietet. Darüber hinaus können Interessierte beispielsweise mit dem Multimedia-Lernspiel „Bodymover“ mit Gestensteuerung durch eine menschliche oder pflanzliche Zelle navigieren, deren Bestandteile kennenlernen und ihr vorhandenes Wissen in einem Quiz auf den Prüfstand stellen.

Das Obergeschoss der mobilen Erlebniswelt bietet Raum für Dialog und Diskussion. Im Biotech-Kino illustrieren zudem Filme die verschiedenen Forschungs- und Anwendungsaspekte der Biotechnologie und ermöglichen einen bleibenden Eindruck von ihrer Bandbreite.

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