Ärztekammer Sachsen-Anhalt: Bestehende Schieflage bei Vergütung soll korrigiert werden

Kammerversammlung verabschiedete Resolution am 5. November 2011

[Magdeburger Kurier, 06.11.2011] Die medizinische Grundversorgung sollte in der gesamten Bundesrepublik auf gleicher Qualität stattfinden – doch dieser Vorstellung von Politikern aller Parteien steht die ernüchternde Realität gegenüber. Um eine einheitliche Qualität der medizinischen Versorgung zu gewährleisten, müsste nämlich deutschlandweit eine vergleichbare Finanzierung vorhanden sein. Sachsen-Anhalt indes rangiere abgeschlagen im unteren Feld beim Vergleich des Jahresbetrages für die ambulante Behandlung eines gesetzlich Versicherten, so Dr. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, zur Erläuterung der Unterstützung der Kammerversammlung für das Anliegen eines baldigen Ausgleichs.
Die Kammerversammlung, also das gewählte Parlament der Ärzteschaft, hat am 5. November 2011, in Magdeburg eine Resolution verabschiedet, in der gefordert wird, die bestehende Schieflage bei der Vergütung zügig zu korrigieren.
Die sogenannte „morbiditätsorientierte Gesamtvergütung“ finanziert die Grundversorgung der Bevölkerung mit ambulanten ärztlichen Leistungen in einem Bundesland. Dem Spitzenreiter Berlin stehe im Jahr 2011 ein Betrag von 386 Euro für die ambulante Behandlung eines gesetzlich Versicherten zur Verfügung; Sachsen-Anhalt müsse sich dagegen mit 325 Euro begnügen.
Eine Anhebung der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung aller KV-Regionen auf mindestens den heutigen Bundesdurchschnitt müsse im Jahr 2012 erfolgen. Dafür habe die Politik im Versorgungsstrukturgesetz die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, so die Resolution.

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